VERANTWORTUNGSVOLLES HANDELN

Verantwortungsvolles Handeln wird bei Klöckner & Co ganzheitlich betrachtet. Integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur ist für uns das regelkonforme Verhalten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Geschäftspartner, das die Grundlage für unternehmerische Verantwortung bildet. Das Einhalten von international gültigen Regeln und der faire Umgang mit unseren Geschäftspartnern

und Wettbewerbern gehören zu den wichtigsten Grundsätzen unseres Unternehmens. Zentral ist für uns neben der konsequenten Achtung der Menschenrechte auch die Einhaltung der Grundwerte und Prinzipien unseres Unternehmens. Diese haben wir in unserem Code of Conduct formuliert. Die Einhaltung liegt in der direkten Verantwortung jeder und jedes Einzelnen.

KENNZAHLEN

0 < 1% Konfliktmineralien in unseren Produkten
0 SDGs mit besonderer Bedeutung für uns

VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Als internationaler Konzern mit einer Vielzahl von weltweiten Lieferanten- und Kundenbeziehungen möchte Klöckner & Co integres Verhalten und verantwortliches Handeln innerhalb des Unternehmens wie auch im Umgang mit seinen Geschäftspartnern sicherstellen und die Beziehungen verantwortungsbewusst gestalten. Unser Ziel ist es, korruptions- und kartellverdächtige Situationen grundsätzlich zu vermeiden und potenziellen Verstößen frühzeitig entgegenzuwirken. Dies wird von unserem Vorstand im „Tone from the Top“ unmissverständlich klargestellt – Wettbewerbsverstöße und Korruption werden bei Klöckner & Co nicht geduldet und Zuwiderhandlungen konsequent sanktioniert.

Dabei gehört es zu den grundlegenden Prinzipien von Klöckner & Co, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Übereinstimmung mit dem jeweils geltenden Wettbewerbsrecht handeln. Wir bekennen uns zum freien Wettbewerb und zu den Empfehlungen zum OECD-Übereinkommen über die Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr vom 17. Dezember 1997. Zusätzlich ist Klöckner & Co bestrebt alle Antikorruptionsgesetze der Länder, in denen wir geschäftlich tätig sind, einschließlich des UK Bribery Act und des US Foreign Corrupt Practices Act, zu befolgen.

Als Referenz und Hilfestellung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienen der konzernweit gültige Code of Conduct sowie die internen Konzernrichtlinien und Verfahrensanweisungen, bspw. zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften, zur Einschaltung von Intermediären, zur Geldwäscheprävention, zur Exportkontrolle oder zur Bekämpfung der Korruption im Geschäftsverkehr. Ein konzernweites Schulungsprogramm, das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns verpflichtend ist, sensibilisiert sie für unseren Code of Conduct.

Das Schulungsprogramm gliedert sich in verschiedene zielgruppenadäquate Module, die in regelmäßigen Abständen durch Auffrischungsschulungen aktualisiert werden. Die Zuweisung und die Erfolgskontrolle der Pflichtschulungen erfolgt in einem IT-gestützten Learning-Management-System. Von unseren externen Geschäftspartnern erwarten wir, dass sie die ethischen Werte und Prinzipien unseres Code of Conduct bzw. Supplier Code of Conduct oder eines gleichwertigen eigenen Verhaltenskodex beachten und in ihrer Organisation wirksam umsetzen

Die Klöckner & Co SE und ihre Landesgesellschaften achten auf ethisch korrektes und regelkonformes Verhalten im Geschäftsverkehr. Wie in unserem Code of Conduct und darüber hinaus in unserer Konzern-Menschenrechtspolitik festgehalten, duldet Klöckner & Co unter keinen Umständen einen Verstoß gegen die dort formulierten Grundsätze. Zu diesen Grundsätzen gehören neben der Einhaltung von Gesetzen und Menschenrechten auch das Verbot von Kinderarbeit und die Gewährleistung von Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns und der Arbeitszeiten. Dies betrifft sowohl unser eigenes Unternehmen als auch alle vorgelagerten Teile unserer Wertschöpfungskette.

Wir erwarten, dass jeder in unserer Lieferkette die gleichen Grundsätze befolgt. Um diese Um diese Erwartung klar zu vermitteln, haben wir im Geschäftsjahr 2018 einen konzernweiten Supplier Code of Conduct eingeführt. Mit der Anerkennung unseres Supplier Code of Conduct verpflichten sich die Lieferanten zur Einhaltung der geltenden Gesetze, zur Nachhaltigkeit und zu den ethischen Werten von Klöckner & Co. Hat der Lieferant einen eigenen, gleichwertigen Verhaltenskodex in seinem Unternehmen etabliert, wird eine Gleichwertigkeitsprüfung durch das Corporate Compliance Office durchgeführt. Ergibt diese Prüfung gravierende Abweichungen in den oben genannten Bereichen und weigert sich der Lieferant, unseren Supplier Code of Conduct anzuerkennen, wird er konsequent für den weiteren Einkauf gesperrt.

Ein besonderes Augenmerk liegt bei Klöckner & Co auf der umsichtigen und verantwortungsvollen Beschaffung von Produkten. Ein zentrales Ziel im Beschaffungsprozess ist es bspw., sicherzustellen, dass die in unseren Produkten enthaltenen Mineralien nicht aus Konfliktländern stammen. Die Gesellschaft sorgt für die Erfüllung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette von Rohstoffen aus Konflikt- und Hochrisikogebieten sowie die Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Güter mit doppeltem Verwendungszweck, sog. Dual-Use-Güter, sowie die einschlägigen außenwirtschaftsrechtlichen Vorschriften werden zentral, durch systemische Kontrollen in den IT-Systemen, überwacht. Von besonderem Interesse sind dabei Konfliktmineralien wie Columbit-Tantalit (Coltan), Kassiterit (Zinnstein), Gold, Wolframit und deren Derivate, zu denen Tantal, Zinn und Wolfram zählen.

Die jährliche Prüfung unseres Produktportfolios hat im Geschäftsjahr 2021 ergeben, dass < 1 % unserer Produkte Tantal, Zinn oder Wolfram enthalten können. Sollten unsere Kunden dafür einen entsprechenden Nachweis einfordern, nutzen wir bei allen betreffenden Lieferanten das „Conflict Minerals Reporting Template“ der Responsible Minerals Initiative für die systematisierte Abfrage zur Herkunft von Konfliktmineralien. Wir erwarten, dass die Lieferanten die Konfliktmineralien gemeinsam mit ihren Lieferanten mindestens bis zum Hüttenwerk zurückverfolgen und sich für Standardberichtsprozesse einsetzen. Wir erwarten ferner von unseren Lieferanten, dass sie entsprechende Nachweise fünf Jahre lang aufbewahren und sie Klöckner & Co auf Nachfrage vorlegen. Sofern ein Lieferant den Nachweis der Herkunft der Konfliktmineralien nicht erbringt, wird er systematisch für weitere Einkäufe gesperrt. Gleiches gilt, wenn der Lieferant sich nicht zu den obigen Grundsätzen hinsichtlich der Herkunft von Konfliktmineralien bekennt.

Als Traditionsunternehmen sieht sich Klöckner & Co außerdem in der Pflicht einen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft zu leisten. Wir verpflichten uns zu den Prinzipien des „Davos Manifest“ des World Economic Forums. Darüber hinaus ist uns das aktive Engagement in der direkten Nachbarschaft unseres Unternehmenssitzes und unserer Niederlassungen wichtig und ein

identitätsstiftender Faktor für unser Unternehmen. Gemäß den Prinzipien des „Davos Manifest“ besteht die universelle Aufgabe eines Unternehmens in der vierten industriellen Revolution aus drei Prinzipien. Wir verpflichten uns zu den Prinzipien des „Davos Manifest“ und betrachten sie als Richtlinie für unser unternehmerisches Handeln.

  • Es ist die Aufgabe eines Unternehmens, alle Interessengruppen in die gemeinsame und nachhaltige Wertschöpfung einzubeziehen.
  • Ein Unternehmen ist mehr als eine wirtschaftliche Einheit, die Wohlstand schafft.
  • Ein Unternehmen mit multinationalem Tätigkeitsfeld agiert - zusammen mit Regierungen und Zivilgesellschaft - auch selbst als Interessenträger unserer globalen Zukunft.

Es besteht die Möglichkeit, Hinweise auf mögliche Compliance-Verstöße anonym an das Corporate Compliance Office zu melden. Auf der Startseite der Plattform oder über die Internetseite der Gesellschaft können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch fremde Dritte Hinweise über mögliche Verstöße gegen unseren Code of Conduct melden. Darüber hinaus steht auch eine weltweit kostenlose 24/7-Telefon-Hotline zur Verfügung.

Weltweit agiert Klöckner & Co in 13 Ländern, unterhält rund 140 Standorte und gibt rund 7.200 Menschen einen Arbeitsplatz. Daraus erwächst nicht nur eine Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch für das jeweilige regionale Umfeld unseres Unternehmenssitzes und unserer Niederlassungen. Daher engagieren wir uns im direkten Umfeld unserer Unternehmensstandorte und tragen so unseren Teil zur Lösung von

gesellschaftlichen Herausforderungen bei. Aus der Unternehmenszentrale heraus legen wir unseren Fokus dabei seit mittlerweile über zehn Jahren auf die Stadtteilarbeit in Duisburg-Marxloh, das von einem hohen Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund geprägt ist. Dabei kooperieren wir mit Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie regionalen Stiftungen.  

UN SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Ihr Kernstück bilden 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Wir unterstützen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Die von den Vereinten Nationen definierten Ziele stehen zwar gleichberechtigt nebeneinander und bedingen sich gegenseitig – aber im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit haben einige der Ziele und Indikatoren eine besondere Relevanz für unser wirtschaftliches Handeln.

Für diese Ziele sehen wir eine besondere Verantwortung und Einflussmöglichkeiten, die je nach Ziel unterschiedlich sind. Die Ziele unterstützen wir, indem wir unsere Geschäftsabläufe und Dienstleistungen kontinuierlich verbessern und gleichzeitig Auswirkungen reduzieren, die durch unsere Geschäftstätigkeit entstehen. Die hohe Relevanz für die Verfolgung insbesondere dieser Ziele spiegelt sich in unseren Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit wider.

Eine wesentliche Voraussetzung für unseren Erfolg und eine nachhaltige Entwicklung sind die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Geschäftspartner. Mit unserem konzernweiten Programm „Safety 1st“ wollen wir den Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten, sichere Arbeitsbedingungen bieten und Gesundheitsrisiken minimieren.

Klöckner & Co steht für sichere, faire und saubere Arbeitsstandards und Prozesse. Vor diesem Hintergrund nutzen wir die Kennzahl „Lost Time Injury Frequency“ (LTIF), die Häufigkeit arbeitsbedingter Unfälle, als nicht-finanzielle Steuerungsgröße. Als global agierender Konzern achten wir auf die Einhaltung der Menschenrechte sowie sozialer und ökologischer Aspekte in unseren weltweiten Lieferketten. Wir arbeiten nur mit Partnern zusammen, die unsere Ansprüche gleichwertig einhalten und auch bei ihren Lieferanten einfordern.

Klöckner & Co tritt für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Wir nutzen die unterschiedlichen Denkweisen, Erfahrungen, Perspektiven und Lebensstile für Innovationskraft und den langfristigen Erfolg im Unternehmen. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum wollen wir durch Diversität und Ressourceneffizienz vorantreiben. In Bezug auf Chancengleichheit ist uns auch die Einbindung von Frauen in Fach- und Führungspositionen

ein wichtiges Anliegen. Wir haben uns konzernweit eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen zum Ziel gesetzt. Wir fördern angemessene und faire Arbeits- und Sozialstandards. Zusätzlich übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung – etwa durch Geld- und Sachspenden, Wissenstransfer oder persönliches Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als Vorreiter in der Branche hat Klöckner & Co sich als eines der wenigen Unternehmen in unserem Sektor der Science Based Targets initiative (SBTi) „Ambition for 1.5 °C“ angeschlossen, dem ehrgeizigsten und relevantesten Rahmenwerk zur Emissionsreduktion weltweit. Die Initiative hat unsere mittelfristigen Klimaziele bis 2030 als wissenschaftlich fundiert anerkannt. Darüber hinaus planen wir, alle Emissionen, die wir selbst direkt beeinflussen können, schon bis 2040 auf Net Zero zu reduzieren.

Durch die nachhaltige Ausrichtung unseres Unternehmens sind wir Pioniere in unserer Branche und treiben die grüne Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv voran. Wir setzen uns dafür ein, die Umweltbelastungen unserer eigenen Geschäftstätigkeiten zu verringern und verstärkt Elemente der Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Wir engagieren uns zusätzlich mit Klimaschutzprojekten auch in Ländern, in denen wir nicht geschäftlich tätig sind.

IHR ANSPRECHPARTNER

Felix Schmitz

Head of Investor Relations|Head of Strategic Sustainability

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