Absatz trotz des Abbaus von niedrigmargigem Geschäft mit 1,6 Mio. t auf Vorjahresniveau
Umsatz aufgrund des niedrigeren Preisniveaus in Europa und des schwächeren US-Dollars um 3,2 % auf rund 1,6 Mrd. € gesunken
Rohertragsmarge durch Konzentration auf höhermargiges Geschäft von 18,6% auf 19,2 % gesteigert
Operatives Ergebnis (EBITDA) von 29 Mio. € auf 45 Mio. € und EBIT von 2 Mio. € auf 23 Mio. € verbessert
Positives Nachsteuerergebnis von 3 Mio. € gegenüber 16 Mio. € im Vorjahr erzielt
Verschuldungsgrad (Leverage) von 4,1x auf 2,4x EBITDA reduziert
Weiter steigendes EBITDA auf 50 bis 60 Mio. € im zweiten Quartal prognostiziert
Positives Konzernergebnis und Wiederaufnahme der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 angestrebt
Alle Angaben beziehen sich auf die ersten drei Monate 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Duisburg, 8. Mai 2014 – In den ersten drei Monaten 2014 lag der Absatz trotz des restrukturierungsbedingten Abbaus von niedrigmargigem Geschäft auf dem Vorjahresniveau von 1,6 Mio. t. Der Umsatz war allerdings aufgrund des niedrigeren Preisniveaus in Europa und des schwächeren US-Dollars um 3,2 % auf 1,6 Mrd. € rückläufig. Durch die Verbesserung der Rohertragsmarge von 18,6 % auf 19,2 % – im Zuge der Konzentration auf höhermargiges Geschäft –, konnte der Rohertrag mit 302 Mio. € (Vorjahr: 303 Mio. €) trotz des Umsatzrückgangs nahezu konstant gehalten werden. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde nach 29 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 45 Mio. € gesteigert. Wesentlicher Treiber der Ergebnisverbesserung war die aus der Restrukturierung erzielte Kostensenkung von 17 Mio. €. Das EBIT stieg wegen rückläufiger Abschreibungen aus Unternehmenskäufen noch deutlicher von 2 Mio. € auf 23 Mio. €. Auch das Konzernergebnis wurde erheblich verbessert und war mit 3 Mio. € nach einem Vorjahresverlust von 16 Mio. € wieder positiv. Entsprechend stieg das Ergebnis je Aktie von 0,16 € auf 0,03 €.
Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender der Klöckner & Co SE: „Durch den erfolgreichen Abschluss unserer Restrukturierungsmaßnahmen ist uns die Rückkehr in die Gewinnzone aus eigener Kraft gelungen. Jetzt arbeiten wir mit Hochdruck daran, unser Ergebnis durch die konsequente Umsetzung unseres Optimierungsprogramms KCO WIN weiter zu steigern.“
Beide Segmente mit Ergebnisanstieg im ersten Quartal
Im Segment Europa war – begünstigt durch den milden Winter – ein Absatzanstieg von 2,8 % gegenüber den ersten drei Monaten 2013 zu verzeichnen. Das operative Ergebnis wurde im Wesentlichen bedingt durch die vollständig umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen von 14 Mio. € auf 26 Mio. € gesteigert.
Im Americas-Segment ging der Absatz in den drei Monaten aufgrund des langanhaltenden Winters in den USA, der Konsolidierung von Standorten und des Abbaus von niedrigmargigen Geschäften um 5,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Das EBITDA des Segments konnte aber trotz des Absatzrückgangs in den USA durch die Verbesserung der Rohertragsmarge von 17,0 % auf 18,0 % um 3 Mio. € auf 24 Mio. € gesteigert werden.
Erste Maßnahmen des Optimierungsprogramm KCO WIN umgesetzt
Die Implementierung des Optimierungsprogramms KCO WIN liegt weiterhin voll im Zeitplan. Schwerpunkte der Maßnahmen bilden Effizienzverbesserungen im Einkauf und Vertrieb. Die ersten erfolgreich umgesetzten Maßnahmen werden bereits im zweiten Quartal einen spürbaren Beitrag zur angestrebten Ergebnisverbesserung leisten. Insgesamt soll das Programm im laufenden Jahr einen EBITDA-Beitrag von 20 Mio. € erbringen, bevor es im Jahr 2015 erstmals seine volle Wirkung auf das operative Ergebnis von rund 50 Mio. € entfalten wird.
Ehrgeiziges Ziel bei der Digitalisierung der Supply Chain gesetzt
Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie „Klöckner & Co 2020“ forciert Klöckner & Co den Verkauf von Stahl und anderen Metallen über das Internet. Nach der erfolgreichen Erstinstallation des neuen Klöckner-Webshop in den Niederlanden, soll bis Ende nächsten Jahres – beginnend in Deutschland – der Roll-out in allen weiteren Landesgesellschaften abgeschlossen werden.
Gisbert Rühl: „Wir wollen in diesem Bereich in unserer Branche eine Vorreiterrolle einnehmen und haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, in fünf Jahren bereits jeden zweiten Euro unseres Umsatzes online zu erzielen.“
Ausblick
Klöckner & Co erwartet für das laufende Jahr in Europa einen Anstieg der Stahlnachfrage von ca. 2 %. Vor allem aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobilindustrie wird mit einer steigenden Nachfrage gerechnet. In den USA hat der langanhaltende Winter die Belebung der Nachfrage im ersten Quartal gedämpft. Trotzdem sollte durch die weiterhin sehr robuste Automobilkonjunktur sowie den erwarteten Aufschwung des Wirtschaftsbaus im Gesamtjahr ein Zuwachs von 3 bis 4 % erreicht werden.
Im zweiten Quartal wird mit einem saisonal bedingten Anstieg des Absatzes der Klöckner & Co SE gerechnet. Entsprechend wird eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBITDA) in einem Korridor zwischen 50 bis 60 Mio. € erwartet. Zum prognostizierten Ergebnisanstieg werden auch die zunehmenden Effekte aus dem Optimierungsprogramm KCO WIN sowie die erstmalige Konsolidierung der Schweizer Akquisition beitragen.
Im Gesamtjahr sollte das operative Vorjahresergebnis vor Restrukturierungsaufwendungen von 150 Mio. € deutlich übertroffen werden. Die wesentlichen Treiber der erwarteten Ergebnisverbesserung sind die inkrementellen EBITDA-Beiträge aus dem abgeschlossenen Restrukturierungsprogramm KCO 6.0, aus dem Optimierungsprogramm KCO WIN und aus der Akquisition in der Schweiz.
Gisbert Rühl: „Mit unserem abgeschlossenen Restrukturierungsprogramm sowie den laufenden Optimierungsmaßnahmen haben wir den Turnaround geschafft. Entsprechend wollen wir auch für das Gesamtjahr ein positives Konzernergebnis erzielen und unsere Aktionäre daran mit einer Dividende teilhaben lassen.“
