Klöckner & Co übernimmt 70 % an brasilianischer Frefer Gruppe mit einem Umsatz in 2010 von rd. 340 Mio. BRL (rd. 150 Mio. €)
Unternehmen wächst überproportional zum ohnehin stark wachsenden Markt und ist sehr profitabel
Weiterer deutlicher Schritt nach vorne zur Umsetzung der Wachstumsstrategie „Klöckner & Co 2020“
Das vereinbarte Transaktionsvolumen entspricht einem Multiple von 6,5x auf das durchschnittliche EBITDA des Planungszeitraums von 5 Jahren
Duisburg, 06. Mai 2011 – Klöckner & Co hat den im Rahmen der Strategie „Klöckner & Co 2020" angekündigten Eintritt in die Schwellenländer mit der Übernahme eines Anteils von 70 % an dem drittgrößten unabhängigen Stahl- und Metalldistributor in Brasilien vollzogen. Die Übernahme erfolgt unter anderem im Wege einer Kapitalerhöhung bei der Frefer Gruppe, so dass weitere Mittel für die Expansion zur Verfügung stehen.
Die Frefer Gruppe ist ein auf Flachstahl fokussiertes Distributions- und Service Center-Unternehmen, das im Geschäftsjahr 2010 mit rd. 360 Mitarbeitern an 14 Standorten in Brasilien einen Umsatz von rd. 340 Mio. BRL (rd. 150 Mio. €) erzielt hat. Das Unternehmen konnte in den letzten Jahren den Absatz überproportional zum ohnehin schon dynamischen Marktwachstum steigern. Die EBITDA-Marge des Unternehmens liegt – wie für Akquisitionen anvisiert – oberhalb des Gruppenzieldurchschnitts von 6 %.
Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender von Klöckner & Co: „Mit dieser Akquisition schaffen wir unser erstes Standbein in den Schwellenländern Südamerikas. Damit setzen wir nur einige Tage nach der Übernahme von Macsteel USA einen weiteren wichtigen Akzent in der Umsetzung unserer Strategie Klöckner & Co 2020. Mit dem Eintritt in Schwellenländer verfolgen wir das Ziel, am starken Wachstum des Stahlverbrauchs in diesen Regionen zu partizipieren und unterschiedliche Weltmarktphasen besser auszugleichen. Der Einstieg in Brasilien ist dabei besonders attraktiv, da durch die Fußballweltmeisterschaft und die Olympischen Spiele ein weiterer Anstieg des Stahlverbrauchs erwartet wird. Mit Frefer nehmen wir von Anfang an eine starke Marktposition ein, mit der wir überproportional an dieser Entwicklung teilhaben werden."
Finanzielle Eckdaten der Akquisition
Die Übernahme erfolgt zum 6,5-fachen des erwarteten durchschnittlichen EBITDA über einen fünfjährigen Planungshorizont. Der Eigentümer, der auch die restlichen 30 % der Anteile hält, wird seine Funktion als CEO des Unternehmens weiter ausüben. Für die später mögliche Übertragung der Minderheitsanteile sind Put-/Call-Optionen vereinbart worden, die eine Exklusivität garantieren und deren Rahmenbedingungen bereits festgelegt sind.
