Lieferung von zunächst 40 Tonnen an CO2-reduziertem Stahl an Siemens
Offizielle Übergabe der ersten Mengen bei Siemens-Tochtergesellschaft Alpha Verteilertechnik in Cham
Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft arbeiten beide Unternehmen gemeinsam daran, den Bezug weiterer Mengen an grünem Stahl für Siemens zu sichern
Duisburg, 15. Dezember 2022 – Klöckner & Co hat eine erste Tranche CO2-reduzierten Stahl („grüner Stahl“) an Siemens übergeben. Insgesamt hat das Unternehmen über seine Tochtergesellschaft Becker Stahl-Service rund 40 Tonnen grünen Stahl an zwei Siemens-Werke in Frankfurt und Cham ausgeliefert. Die offizielle Übergabe der ersten Mengen erfolgte gestern bei der Siemens-Tochtergesellschaft, Alpha Verteilertechnik, in Cham. Bei diesem Stahl handelt es sich um verzinktes Stahlblech, das Siemens Smart Infrastructure in der Herstellung von Schaltanlagen und Energieverteilern testen wird. Die gelieferten Stahlprodukte entsprechen den beiden nachhaltigsten Kategorien „PRO“ und „PRIME“ in der von Klöckner & Co entwickelten Nexigen®-Kategorisierung für grünen Stahl. Damit lagen die CO2-Emissionen bei der Herstellung im Vergleich zur konventionellen Stahlproduktion um über 80 Prozent niedriger.
Klöckner & Co als auch Siemens haben sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Vor diesem Hintergrund streben beide Unternehmen an, ihre Zusammenarbeit auszubauen. Ziel der Partnerschaft ist unter anderem, für Siemens den Zugang zu größeren Mengen an grünem Stahl zu erschließen.
Francois-David Martino, Geschäftsführer Becker Stahl-Service: „Im Rahmen unserer Dachmarke Nexigen® ermöglichen wir es unseren Kunden, nachhaltige Wertschöpfungsketten aufzubauen. Wir freuen uns sehr, unseren langjährigen Kunden Siemens mit der Belieferung von grünem Stahl bei der Entwicklung neuer Produkte und der Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.“
Uli Bauer, Vice President Corporate Category Manager Metals, Siemens AG: „Die weitere Dekarbonisierung entlang unserer Wertschöpfungskette ist ein wichtiger Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Verlässliche und erfahrene Partner wie Klöckner & Co unterstützen uns dabei. Gemeinsam wollen wir auch die Dekarbonisierung bei der Stahlproduktion mit innovativen Produkten und Lösungen vorantreiben.“
Partnerschaft unterstützt Realisierung der Dekarbonisierungsziele beider Unternehmen
Der Aufbau nachhaltiger Geschäftsmodelle ist zentraler Bestandteil der Strategie von Klöckner & Co. Unter dem Dach von Nexigen® bietet das Unternehmen transparente, CO2-reduzierte Lösungen in den Bereichen Werkstoffe, Anarbeitung und Logistik. Damit schafft Klöckner & Co für seine Kunden die vollständige Transparenz über deren CO2-Fußabdruck – von der Rohstoffgewinnung bis zur Produktion. In Verbindung mit einem umfassenden Angebot an Logistik- und Zirkularitätslösungen sowie Sustainable Advisory Services (SAS) unterstützt Klöckner & Co seine Kunden beim Aufbau nachhaltiger Lieferketten. Darüber hinaus verpflichtet sich das Unternehmen dazu, die Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette im Einklang mit den Zielen der Science Based Targets initiative (SBTi) bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null zu senken. Klöckner & Co wurde im Dezember 2022 für sein herausragendes Engagement für ressourcenschonendes Wirtschaften mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Transformationsfeld Klima“ ausgezeichnet.
Siemens war 2015 eines der ersten globalen Industrieunternehmen weltweit, das sich zur CO2-Neutralität der eigenen Geschäftstätigkeit bis 2030 verpflichtete. Im Rahmen des im Jahr 2021 eingeführten Nachhaltigkeits-Rahmenwerks „DEGREE“ verstärkt Siemens seine bereits bestehenden Aktivitäten zur physischen Dekarbonisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit der Verpflichtung auf die Science Based Targets (SBTi) unterstützt das Unternehmen das Ziel des Pariser Klimaabkommens und leistet damit einen positiven Beitrag, um den Klimawandel auf 1,5 Grad Celsius begrenzen zu können. Das Unternehmen zielt bis 2030 auf eine physische CO2-Reduktion der operativen Emissionen von 90 Prozent und bis 2025 von 55 Prozent gegenüber 2019 ab. Außerdem strebt Siemens bis 2050 eine CO2-neutrale Lieferkette an.
