Digitalisierung | Klöckner & Co SE
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DIGITALISIERUNG

Die Nutzung digitaler Tools ist für jedes Handelsunternehmen der Welt unerlässlich geworden. Dies gilt natürlich auch für uns als Stahldistributor. Unsere Digitalisierungsstrategie zielt darauf ab, die Informationsasymmetrien durch die digitale Vernetzung aller Marktteilnehmer zu beseitigen und damit die Effizienz für alle Beteiligten deutlich zu erhöhen. Dafür hat Klöckner & Co mit kloeckner.i in Berlin 2014 eine Digitaleinheit gegründet, die mittlerweile rund 90 Mitarbeiter beschäftigt. 

Die fortschreitende Digitalisierung kreiert dabei neben den eindeutigen wirtschaftlichen Chancen jedoch auch neue Anforderungen an unsere Mitarbeiter. Notwendiger Baustein unserer digitalen Transformation ist, neben der konsequenten Digitalisierung der externen und internen Prozesse, daher auch ein tiefgreifender Kulturwandel im Unternehmen. Dazu sollen unsere Mitarbeiter ihre jeweilige digitale Grundhaltung sukzessive ausbauen, die für den gemeinsamen Weg in die „Industrie 4.0“ unabdingbar ist.

Damit jeder Einzelne auf diesem Weg mitgenommen wird und sich als Teil der Veränderungen sieht, haben wir einen breiten Maßnahmenkatalog entwickelt, der allen Beschäftigten die Chance bietet, sich digitale Fähigkeiten in individueller Geschwindigkeit anzueignen. Dazu haben wir mithilfe eines „DigiBook“ die strategischen Botschaften unserer Digitalisierungsstrategie in klarer Sprache und mit vielen Illustrationen für alle Mitarbeiter greifbar gemacht. Aufgrund des äußerst positiven Feedbacks zu diesem Nachschlagewerk erschien im Berichtsjahr bereits eine Fortsetzung.

Zur gezielten Erweiterung der digitalen Kompetenzen stehen im Rahmen unserer konzernweiten „Digital Academy“ allen Beschäftigten berufsspezifische unternehmensinterne Trainingsangebote und Sprachkurse zur Verfügung. Diese ermöglichen es ihnen, sich während der Arbeitszeit auf freiwilliger Basis online weiterzubilden – im Büro oder auch im Homeoffice. Für die Nutzer stehen dort zahlreiche Onlinekurse – größtenteils zur Erweiterung der Digital Skills – zur Verfügung. Insbesondere der von unserem Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Tobias Kollmann entwickelte „E-Business Licence“-Kurs, der die Absolventen mit dem Rüstzeug für einen erfolgreichen Weg durch die digitale Wirtschaft ausstattet, zeichnet sich durch hohe Nutzerzahlen aus. Bei der Neuentwicklung von Kursthemen werden auch Feedbacks und Wünsche der Nutzer beachtet, die so das zukünftige Angebot mitgestalten können. So wurden 2018 neue Kurse zu den Themen Digital Leadership, Coding sowie zur Erweiterung der IT-Skills entwickelt, die konkret auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter eingehen.

Ziel unserer selbst entwickelten Veranstaltungsreihe „DigiDays“ ist, dass sich unsere Mitarbeiter auf freiwilliger Basis mit Start-up-Methoden vertraut machen und Lösungen für Probleme in einer kreativen Umgebung erarbeiten. Dank der hohen Teilnehmerquote und der positiven Rückmeldungen fanden die „DigiDays“ 2018 bereits zum dritten Mal statt. Nachdem in den ersten zwei Durchläufen der Fokus auf der Design-Thinking-Methode gelegen hatte, thematisierten die „DigiDays 3.0“ die Themen gesunde Fehlerkultur und agiles Arbeiten.

Im Hinblick auf Fehlerkultur im Unternehmen führen wir bereits seit vorletztem Jahr die Veranstaltungsreihe „Failure Session“ durch, die typischerweise in der Start-up-Szene veranstaltet wird. Dort berichten mit einem Start-up gescheiterte Gründer über ihre Erfahrungen, was sie falsch gemacht und was sie daraus gelernt haben. Auch hier geht es darum, offen über eigene Fehler und die daraus gezogenen Lehren zu sprechen, um diese anschließend gemeinsam zu diskutieren. Ziel für Klöckner & Co ist es, dass wir die Lern- und Fehlerkultur der Start-ups in unserem Unternehmen verankern, um schneller, agiler und weniger perfektionistisch zu arbeiten.

Maßgeblicher Treiber des Kulturwandels ist auch eine intensive interne Kommunikation, um Mitarbeitern die Notwendigkeit des digitalen Wandels zu verdeutlichen und Ängste zu nehmen. Dabei bedient sich Klöckner & Co innovativer digitaler Tools wie des „DigiDesk“, eines auf den Microsoft Communication Sites basierenden, interaktiven Intranets. Wichtiger Bestandteil der selbst entwickelten Lösung ist das interne soziale Netzwerk Yammer, über das unsere Mitarbeiter ihre eigenen Gedanken und Ideen hierarchiefrei einbringen und sich länderübergreifend austauschen können. Zudem lädt der Vorstandsvorsitzende alle Mitarbeiter auf Yammer zur offenen Diskussion ein und nutzt das Tool, ergänzend zu den regelmäßig stattfindenden Townhall- Meetings, als Informationskanal, über den die Fortschritte unserer Digitalisierungsstrategie kommuniziert werden. Im direkten Austausch entstehen so konstruktive Vorschläge und Ideen, die bei unseren Prozessen weitere Optimierungen in Bezug auf Schnelligkeit und Qualität herbeiführen.

Um zeitgemäße, digitale Arbeits- und Denkweisen noch stärker im Unternehmen zu verankern, haben wir in unseren Landesgesellschaften das konzerninterne Austauschprogramm „Digital Experience“ implementiert. Durch einen mehrwöchigen Einsatz bei unserer Digitaleinheit kloeckner.i in Berlin werden die digitalen Kompetenzen der Teilnehmer weiter gesteigert und damit ihre individuellen Fähigkeiten ausgebaut. Zudem erhält kloeckner.i durch den Austausch mit den zumeist im operativen Geschäft tätigen Teilnehmern Stahl-Know-how aus erster Hand.

Um unseren digitalen Umsatzanteil weiter auszubauen, haben wir im September 2017 über achtzig operativ tätige (Management-)Mitarbeiter aus dem gesamten Klöckner & Co-Konzern zum Digital-Sales-Accelerator(DSA)-Seminar zu kloeckner.i in Berlin eingeladen. Die Mitarbeiter konzentrierten sich intensiv auf die Entwicklung und Beschleunigung von Verfahren zur Förderung unseres digitalen Umsatzes – gemeinsam mit unserem Klöckner & Co-Vorstand.

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