GRÜNER STAHL

Der Begriff „grüner Stahl“ ist in unserer Branche schon seit einiger Zeit in aller Munde. Bei genauem Hinsehen wird jedoch schnell klar, dass bislang nicht allgemeingültig definiert ist, was grüner Stahl ist. Zurzeit bezeichnet der Begriff CO2-reduziert produzierten Stahl. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Bereich der Zertifizierungen und Kennzeichnungen. Einige Hersteller versehen ihren Stahl inzwischen mit einem grünen Siegel. Da es jedoch keine einheitliche Zertifizierung gibt, fällt der Vergleich auf Verbraucherseite schwer.

Wir haben dieses Problem behoben, indem wir eine allgemeine Definition entwickelt haben, die auf der Kundennachfrage, der Sicht von Stahlproduzenten, Technologien in der Stahlproduktion und dem GHG Protocol, dem am weitesten verbreiteten Standard zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen, beruht.

Dies ist ein Durchbruch, mit dem wir unsere Kunden beim Aufbau nachhaltiger Lieferketten und beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele unterstützen.

 

 

GRÜNER STAHL: UNSERE SECHS KATEGORIEN

Methodik nach internationalen Standards
Die Berechnungsmethode richtet sich nach dem international anerkannten GHG Protocol

Emissionen vom Rohstoff bis zur Produktion
Emissionen beinhalten Produktion (Scope 1), eingekauften Strom (Scope 2) & Lieferkette (Scope 3 Upstream)

In der Kategorisierung des CO₂-Gehalts ist kein Ausgleich enthalten (Kompensationsdaten als Ergänzung)
Die Kategorisierung richtet sich nach den Emissionen in der physikalischen Produktion

Eigene Kategorie für „bilanzierten“ grünen Stahl
Aus der Rebilanzierung der Emissionen von Stahl aus derselben Produktionsanlage ergibt sich anstelle eines physikalischen ein errechneter CO₂-Fußabdruck – die gesonderte Kategorie trägt den Bemühungen von Akteuren um die Verringerung des physikalischen CO₂-Fußabdrucks Rechnung
 
Hintergrund zu 'balanced'

Stahl derselben Produktionsroute hat physikalisch denselben CO₂-Fußabdruck

In der Buchführung wird dieser manchmal zwischen Stahlmengen in Tonnen Stahl mit höherem und niedrigerem CO₂-Fußabdruck umgerechnet

 

 

Mehr Hintergrundinformationen zu den Scopes

Scope 1 umfasst alle Emissionen, die unmittelbar vom Unternehmen verursacht werden. In der Stahlproduktion sind das z. B.

  • Emissionen der unternehmenseigenen Produktionsanlagen
  • Emissionen der unternehmenseigenen Fahrzeuge

Scope 2 umfasst Emissionen aus dem Verbrauch eingekaufter Energie. Beispiele hierfür sind

  •  Emissionen aus eingekauftem Strom
  • Emissionen aus vom Unternehmen genutzter Fernwärme und Kühlung

Hierunter werden Emissionen erfasst, die vor den unternehmerischen Tätigkeiten eines Unternehmens entstehen. In der Stahlproduktion sind das z. B.

  • eingekaufte Waren wie etwa Rohstoffe (z. B. Koks und Eisen) sowie Dienstleistungen
  • die Produktion von Anlagegütern
  • der Transport eingekaufter Waren zum Stahlproduzenten

Hierunter fallen Emissionen, die nach den unternehmerischen Tätigkeiten eines Unternehmens entstehen. In der Stahlproduktion sind das z. B.

  • die Verarbeitung der verkauften Stahlerzeugnisse
  • die Nutzung der verkauften Stahlerzeugnisse
  • der Transport der Stahlerzeugnisse zu Distributoren wie Klöckner & Co

WELCHE VORTEILE HAT DER KUNDE?

Bislang stellte der Mangel an einer einheitlichen Definition des Begriffs „grüner Stahl“ ein Problem dar. Durch unsere strengen Grenzwerte stellen wir sicher, dass der Begriff „grüner Stahl“ ausschließlich für Produkte mit geringstmöglichen Emissionen verwendet wird. Dank der verschiedenen Kategorien können die Kunden zudem leichter zwischen CO2-reduzierten Produkten unterscheiden. So können Kunden wiederum ihre eigene CO2-Bilanz verbessern.
Wir berücksichtigen sämtliche Emissionen – von Scope 1 bis zu vorgelagerten Emissionen des Scope 3 (Produzentenperspektive). Erstmals erhalten Verbraucher so ausführliche Informationen zum CO2-Fußabdruck des Produkts.
Mit den Kategorien und festgelegten Grenzwerten ermöglichen wir Kunden für jedes fertige Produkt einen schnellen Überblick sowie Transparenz darüber, wie viel CO2 in der Produktion ausgestoßen wird. Dadurch ist es nun möglich, Produkte mit Blick auf ihren ökologischen Fußabdruck zu vergleichen.
Unsere Berechnungsmethoden und strengen Grenzwerte für die einzelnen Kategorien beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dadurch vermeiden wir Produkt-Greenwashing. Wir sorgen dafür, dass die von uns zur Verfügung gestellten Emissionsdaten aussagekräftig sind.
In welchem Verfahren Stahl produziert wird, ist entscheidend für die Kategorisierung des fertigen Produkts. Wir sind überzeugt, dass unsere Kategorien den Übergang zu nachhaltigeren Produktionsverfahren in unserer Industrie beschleunigen werden. Dadurch steigt das Angebot an grünem Stahl – zum Vorteil der Kunden.

 

 

WIR SIND DER INTERNATIONALE PARTNER FÜR GRÜNEN STAHL

  • Produkte über verschiedene Kategorien hinweg
  • Große Produktvielfalt
  • Für Kunden in Europa und Nordamerika

Um den Wandel in unserer Industrie voranzutreiben und die Anforderungen unserer Kunden in Europa und Nordamerika zu erfüllen, werden wir über verschiedene Kategorien hinweg eine Auswahl an Stahlprodukten anbieten (Flach-, Langstahl- und viele weitere Produkte). Dazu haben wir bereits Partnerschaften – etwa mit H2 Green Steel – geschlossen, durch die wir sicherstellen, dass wir in naher Zukunft große Mengen an grünem Stahl liefern können.

 

 

WEITERE INFORMATIONEN

 

 

KONTAKT

Sie haben Fragen zu den Kategorien? Oder wünschen weitere Informationen? Dann senden Sie uns eine Nachricht. Unsere Fachleute sind Ihnen gerne behilflich.

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