Geschichte
2010
Ausbau der Marktposition in der Schweiz
Mit der im Januar 2010 getätigten Übernahme der nachhaltig profitablen Bläsi AG hat Klöckner & Co die wegen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise kurzfristig ausgesetzte Akquisitionsstrategie wieder aufgenommen – und die Marktposition in der Schweiz weiter ausgebaut.
Größte Akquisition seit Börsengang
Am 1. März 2010 vermeldete der Klöckner & Co-Vorstand den erfolgreichen Abschluss der größten Akquisition seit dem Börsengang. Mit dem Kauf der Becker Stahl-Service Gruppe hat Klöckner & Co sich im Bereich Flachstahl und Anarbeitung deutlich verstärkt und einen wichtigen Schritt weiter in Richtung eines wertschöpfungsintensiveren, höhermargigen und stabileren Produktportfolios getan.
Neue Strategie
Seit dem Börsengang blieb die Strategie von Klöckner & Co weitgehend unverändert. Die Verwerfungen der Finanzkrise und die damit verbundenen veränderten Rahmenbedingungen machten rund vier Jahre später eine Anpassung der Strategie erforderlich. Im Oktober 2010 präsentierte der Konzern daher die neue Wachstumsstrategie „Klöckner & Co 2020". Die optimierte Strategie basiert auf den vier strategischen Stoßrichtungen externes und organisches Wachstum, Geschäftsoptimierung sowie Personal und Managemententwicklung. Damit zeigt „Klöckner & Co 2020" Perspektiven und Leitlinien für die nächsten zehn Jahre auf und steht für den Anspruch des Unternehmens, die globale Marktführerschaft zu übernehmen. Die ersten sichtbaren Erfolge der Strategie zeigten sich durch die Akquisitionen von Angeles Welding und Lake Steel. Mit der Übernahme des in Texas beheimateten Stahldistributors Lake Steel verstärkte Klöckner & Co das amerikanische Konzernsegment und erweiterte seine Präsenz im mittleren Süden der USA.
2011
Akquisition von Macsteel Service Centers USA
Zu Beginn des Jahres 2011 folgte sogleich die nächste Akquisition: Nach erfolgreich durchgeführter Due Dilligence und dem Erhalt aller kartellrechtlichen Zustimmungen übernahm Klöckner & Co am 29. April 2011 mit Macsteel eines der führenden Flachstahl Service Center-Unternehmen in den USA – und machte damit die größte Übernahme der jüngsten Unternehmensgeschichte perfekt. Mit der Akquisition sind alle Anforderungen der Strategie „Klöckner & Co 2020" erfüllt: Macsteel ist im wesentlich stabileren und wertschöpfungsintensiveren Stahl Service Center-Bereich tätig, zudem beliefert es weniger volatile sowie anarbeitungsintensivere Kundensegmente. Durch die Macsteel-Akquisition steht Klöckner & Co, wie in allen europäischen Präsenz-Märkten, nun auch in den USA auf einer Top-3-Position.
Markteintritt in Schwellenländer
Ein weiteres aus der Strategie „Klöckner & Co 2020" abgeleitetes Ziel ist der Markteintritt in die Schwellenländer. Mit der am 6. Mai 2011 erfolgten Übernahme von Frefer – Brasiliens drittgrößtem unabhängigen Stahl- und Metalldistributor – wurde auch dieses Ziel erreicht.
Kapitalerhöhung erfolgreich platziert
Um weitere Wachstumschancen wahrzunehmen und andererseits die soliden Finanz- und Bilanzstrukturen beizubehalten, führte Klöckner & Co im Juni 2011 eine Kapitalerhöhung durch. Durch die Ausgabe von 33.250.000 neuen Stückaktien erzielte der Konzern einen Netto-Emmissionserlös von rund 516 Mio. €, der maßgeblich für die weitere Fortführung der Wachstumsstrategie „Klöckner & Co 2020" eingesetzt werden soll. Wenige Tage vor der Kapitalerhöhung am 20. Mai 2011 fand die fünfte ordentliche Hauptversammlung der Klöckner & Co SE statt. Mit großer Mehrheit wurde Hauke Stars, Geschäftsführerin der Hewlett-Packard (Schweiz) GmbH, von der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Konzerns zieht damit eine Frau in das Kontrollgremium ein.
Neues Vorstandsmitglied für „Americas"
Mit Wirkung zum 1. Oktober wurde der vormalige Namasco-Chef und CEO der Klöckner USA Holding, William A. Partalis, in den Vorstand der Klöckner & Co SE berufen. Im Vorstand repräsentiert Partalis das Segment „Americas". Neben seiner Zuständigkeit für „Americas“ ist er weiterhin verantwortlich für das gebündelte US-amerikanische Geschäft.
Eröffnung des ersten Stahl-Service-Centers in China
Ende 2011 eröffnete Kloeckner Metals, eine Tochtergesellschaft von Klöckner & Co, das erste chinesische Stahl-Service-Center des Konzerns in Changshu. Als Teil der Wachstumsstrategie „Klöckner & Co 2020" ist der Markteintritt in China ein wichtiger Schritt. Der Produktfokus von Kloeckner Metals liegt zunächst auf Grobblechen für den Maschinen- und Anlagenbau; eine Erweiterung des Lieferprogramms um Rundstähle und andere Produkte für den Maschinen- und Anlagenbau ist für 2012 geplant. Aus logistischen Gesichtspunkten ist der Standort des neuen Stahl-Service-Centers ideal positioniert. Das nahe gelegene Shanghai und die umliegenden Provinzen Shandong, Zhejiang, Jiangsu und Anhui stehen für rund 40 % des gesamten chinesischen Stahlverbrauchs. Zudem haben sich zahlreiche europäische Unternehmen im Umland angesiedelt – das Kunden- und Absatzpotenzial ist entsprechend hoch. Nach erfolgreicher Etablierung von Kloeckner Metals im chinesischen Markt erwartet Klöckner & Co ein jährliches Absatzvolumen von 40 bis 50 Tt.





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